Österreichs talentiertester Barde, der Sohn einer Verkäuferin und eines Tischlers, erblickte am 30. Januar '85 in Wels das Licht der Welt, wo nach der Grundschule nur die Sporthauptschule Pernau in Frage kam. Ohne viel Aufwand war es ihm ein Leichtes, die von ihm erwarteten schulischen Leistungen zu erbringen. Problematischer war es da schon mit der Disziplin. Nach Abschluss der Pflichtschule entschied er sich – nach langem Hin und Her zwischen weiter zur Schule zu gehen oder doch eine Lehre zu beginnen – für eine vierjährige Ausbildung zum Maschinenmechaniker. Zusätzlich spielte er in der Fußballakademie des SV Ried und verlor dabei zunehmend das Interesse an seiner Ausbildung, was zu der Zeit immer wieder zu Streit im Elternhaus führte, neben wiederkehrenden Themen wie der falsche Freundeskreis oder diversen Alkoholeskapaden. Diese veranlassten seine Mutter auch, den damals 17-jährigen Fuxl vor die Tür zu setzen.
Ab dann kam er meist in einer WG unter mit allen möglichen Menschen, ein stadtbekanntes Sammelbecken für unterschiedlichste, sozial schlechter gestellte Randgruppen, was rückblickend betrachtet eine sehr lehrreiche Zeit war. Diese Umstände veranlassten Verwandte mit genug Platz im Haus den jugendlichen Fuxl bei sich aufzunehmen, was aber gerade mal ein Jahr gut ging, bevor sich die Wege wieder trennten. Somit führte es Fuxl nun in seine erste eigene Wohnung und noch befand er sich im letzten Jahr seiner Lehre, welche jedoch ein halbes Jahr vor Abschluss gekündigt wurde. Zur Abschlussprüfung antreten konnte er dennoch und somit die Ausbildung abschließen.
Allein auf Fußball konzentriert, folgt nun der Wechsel in die Regionalliga Ost und der damit verbundene Umzug nach Wien mit ausreichend Einkommen, um keiner anderen Tätigkeit mehr nachgehen zu müssen, stellte der Nachwuchsprofi jedoch schnell fest, dass der Traum seiner Kindheit, Fußballer zu werden, nun schnell verblasste. Also zog es ihn zurück nach Wels in seine alte Wohnung, die damals ein Freund übernommen hatte und gemeinsam war es ein leichtes die Miete aufzubringen. Dafür reichten sporadische Jobs, welche – wie der Versuch, die Matura nachzuholen oder ein technisches Studium – meist nur von kurzer Dauer waren.
Fußball wurde nur mehr als Zuseher verfolgt und am Heimweg vom Rieder Stadion erlitt der damals 21-Jährige einen schrecklichen Unfall auf der Autobahn vor Wels. Diese Todesnähe und die darauffolgende Zeit im Krankenhaus nahmen von da an großen Einfluss auf das weitere Dasein des Ausnahmekünstlers, der zu der Zeit mit schweren Depressionen beginnt, sich selbst zu finden und an seine erste Gitarre kommt.
In den darauffolgenden Tagen steht unerwartet ein alter Bekannter vor der Tür, zurück aus Spanien, wo ihn vor zwei Jahren seine Drogensucht und der Versuch, sie zu bekämpfen, mittellos hingetragen hatte und wo er sich seine Zeit mit der Gitarre vertrieben hatte. Aus ein paar Tagen wurden Monate, die er nun Unterschlupf brauchte, bevor die Reise weiter ging. Für Fuxl genug Zeit, um die ersten Akkorde zu lernen und ohne je ein Lied nachgespielt zu haben, begann er umgehend, die eigenen zu schreiben.
Eine beachtliche Leistung, die in wenigen Jahren zu hunderten Songs führte, welche anfangs teils schwermütig und melancholisch ausgefallen sind, sich aber mittlerweile auf ein umfangreiches Spektrum von Inhalten und Musikrichtungen erstreckt.
Auf den Punkt gebracht, ist Fuxl eine vielseitige und große Persönlichkeit, die sich strahlend in den lebensnahen Liedtexten dieses phänomenalen Liedermachers widerspiegelt.
Ob traurig, nachdenklich, lustig, satirisch, politisch oder sozialkritisch – es ist allemal ein Hörerlebnis – wie hier auf der Homepage und auf der Bühne vielleicht bald auch schon in deiner Nähe...